Werkstoff

Kautschuk gilt in seiner Verarbeitung zum Gummi als wichtiger Werkstoff. Er wird vor allem in der Autoindustrie eingesetzt. Bis zu 70% der Kautschukerzeugnisse werden in der Herstellung von Autoreifen verwendet. Aber auch viele andere Produkte werden aus dem elastischen Werkstoff hergestellt. Beispielsweise:
  • Kondome,
  • Schwämme,
  • Handschuhe,
  • oder Dichtungen.
Die Industrie stellt zahlreiche Produkte für ganz unterschiedliche Anwendungsgebiete her, die nicht immer gut miteinander vergleichbar sind. Daher spricht man nicht allgemein von Gummi, sondern von Elastomerprodukten. Das Gummi entsteht aus dem Prozess der Vulkanisierung und ist vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Eigenschaften ein wichtiger Werksstoff geworden. Denn es ist:
  • wasserabweisend,
  • dehnbar,
  • und sehr widerstandsfähig.
Da er so vielseitig eingesetzt werden kann, ist der Bedarf an diesem Werkstoff mit der Entwicklung der modernen Industrie enorm gewachsen. Die Erzeugnisse aus der Produktion von natürlichem Kautschuk reichen schon lange nicht mehr aus, um diesen Bedarf zu decken. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts forschte man daher bereits an der Herstellung von synthetischem Kautschuk, der inzwischen über 60% des Bedarfs an Kautschuk deckt. Je nachdem, welche Produkte aus dem zu produzierenden Gummi hergestellt werden, lohnt sich ein genaues abwägen, ob synthetischer Kautschuk besser geeignet ist als Naturkautschuk. Denn Naturkautschuk enthält Proteinstrukturen, die nicht von allen Menschen vertragen werden. Allergische Reaktionen sollten bei der Verwendung von Handschuhen oder Kondomen unbedingt vermieden werden. Daher kann hier entweder auf synthetischen Kautschuk zurückgegriffen werden, oder der Naturkautschuk so behandelt werden, dass die problematischen Proteinstrukturen herausgefiltert werden. In der Herstellung von Produkten ohne große Berührungspotenziale, wie beispielsweise Autoreifen, müssen derartige Aspekte nicht unbedingt beachtet werden. Hier arbeitet die Industrie eher an der Entwicklung von Herstellungsprozessen, die das Produkt hinsichtlich der relevanten Eigenschaften verbessern. So sollen Autoreifen beispielsweise:
  • gut auf der Straße haften und somit für Sicherheit sorgen,
  • weniger Rollwiderstand aufweisen und damit den Kraftstoffverbrauch verringern,
  • leiser rollen und so für weniger Verkehrslärm sorgen.